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"Regenerative Energien in der Schiffahrt?"
"Regenerative Energien in der Schiffahrt?" Ein Denkanstoß von Hartmut Schaale

Wasserstoff


Somit stellt sich die Frage nach möglichen alternativen Energieträgern sowie deren technischen Ausgestaltung zu ihrer wirtschaftlichen Anwendung. Angesichts der Problematik des bereits vor Jahrzehnten ausgiebig erforschten und negativ verlaufenen Atomantriebs in der kommerziellen Schifffahrt verbleiben als Zukunftsperspektive im Prinzip die regenerativen Energieformen in ihren verschiedenen Varianten. Darunter sind neben der altbekannten und direkt angewendeten Windenergie vor allem Formen gespeicherter Energie zu verstehen, die in gasförmiger oder flüssiger Form von Schiffen mitgeführt werden müssen. Wenn diese aus fossilen Quellen stammen (z.B. Erdgas), ergibt sich letztlich kein grundsätzlicher Fortschritt, so dass die Herkunft etwaiger neuer Energieträger mit berücksichtigt werden sollte.

Im Rahmen heute relativ praxisnaher Anwendung ist zuallererst der Wasserstoff als alternativer Energieträger zu betrachten. In vielen Szenarien bezüglich der künftigen Energieversorgung wird er meist als der "definitive" Energieträger bezeichnet und die dazugehörige Brennstoffzelle als der technische Weg zu seiner Anwendung, unter anderem in der Schifffahrt. Das Problem wie es sich heute darstellt, besteht allerdings weniger in der technischen Lösung - man denke an die neuen außenluftabhängigen U-Boote von HDW mit Brennstoffzellenantrieb -  als vielmehr in der wirtschaftlich vertretbaren Verfügbarkeit dieses Treibstoffs, der immerhin gegen einen Energieträger antreten muss, der weltweit verfügbar, technisch bequem verwendbar  und zudem (noch) kostengünstig ist. Zudem wird diese neue, relativ gefährliche, Energieanwendung mit hohen Sicherheitsauflagen verbunden sein und die gegenwärtigen niedrigen Qualitätsstandards in der Personalausbildung werden angehoben werden müssen.

Angesichts der erst zu erstellenden, vielfältigen und energieaufwendigen Erzeugungs-, Transformations-, Speicher -und Verteilungsprozesse, die erforderlich sind um diese neuen Energieträger in eine, nicht nur für die Schifffahrt verwertbare und dazu noch preislich konkurrenzfähige Form zu bringen, erscheint eine flächendeckende Einführung dieser Energieträger heute nur mit erheblicher, institutioneller Rückendeckung und Subventionierung denkbar, ähnlich wie bei den Windgeneratoren. Zudem müsste diese Rückendeckung angesichts weltweiter Schifffahrt auch weltweiten Charakter haben, woran gezweifelt werden darf.

So verbleibt als unmittelbar anwendbare regenerative Alternative nur die direkte Anwendung der Windenergie, auf die sich die nachfolgenden Bemerkungen beschränken werden.

*)  Seit Anfang des neuen Jahrtausends, arbeitet die Wissenschaft an der Thematik des "Solarmethans". Ein Gas auf Basis von Wasserstoff und CO2.

Siehe Vortrag von Frau Dr. Wilms.


¨ top - 27.04.2011 Artikel von Redaktion

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