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"Regenerative Energien in der Schiffahrt?"
"Regenerative Energien in der Schiffahrt?" Ein Denkanstoß von Hartmut Schaale

Wirtschaftliches Szenarium

Ein Schiff war immer und ist mehr denn je eine Großinvestition. Diese Tatsache begrenzt nicht nur die Zahl der potentiellen Investoren sondern hat auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Bindungsdauer und -intensität zwischen Investor und Investitionsobjekt. Zusätzlich lässt sich ein Schiff als unteilbare, betriebliche Einheit nur auf Grundlage langfristiger, relativ konservativer Annahmen planen und finanzieren, was sich auch im Verhalten seiner Betreiber widerspiegelt.

Somit müssen sich die weiter oben angedeuteten Vorteile des Windschiffs in langfristig plausiblen und nachweisbaren Finanzplänen niederschlagen, auf deren Grundlage einerseits die erforderlichen, umfangreichen Investitionen vorgenommen werden können und andererseits das Risiko einer zwar früher mal bewährten, heute aber neu zu realisierenden Technologie abgedeckt werden kann.

Angesichts der Komplexität der Transportkette sowie der Vernetzung, die sich u.a. aus den bekannten Umweltproblemen ergibt, ist damit zu rechnen, dass die Schäden bzw. deren Kosten zunehmend bei dem unmittelbaren Verursacher, dem Schiff, gebündelt werden. Auch wenn es momentan noch (zu) viele Ausweichmöglichkeiten gibt, kann sich das aus dem Ladungsgut bzw. dem Treibstoff ergebende Schadenspotential  in unwirtschaftliche Größenordnungen erhöht..

Im ersten Fall ergeben sich Ratensteigerungen und im zweiten Kostensteigerungen in anderen Bereichen, die letztendlich der Verbraucher wird tragen müssen. Das System "Schiff" wird umgebaut werden, sei es in Richtung auf eine größere (und teurere) "Sicherheit" des bestehenden Systems, sei es in einer Substitution des Energieträgers. Letztere wird sich wiederum in zwei Richtungen entwickeln: einerseits direkt durch Reduzierung der Verwendung des teurer werdenden Treibstoffs und andererseits indirekt durch Verringerung der Nachfrage nach ihm und damit des Transportbedarfs für ihn.

Es bedarf keiner großen Ausführungen um zu erkennen, dass die erste Option nicht auf Dauer durchzuhalten sein wird. Befasst man sich mit der zweiten, stellt man fest, dass eine Verringerung der Nachfrage (nach Öl als Ladung) sich der Einflussmöglichkeiten der Schiffsbetreiber entzieht. So verbleibt als deren direkter Einflussparameter die Treibstoffreduzierung ihrer Schiffe, womit wir beim aktuellen Thema wären.

Die Steuerungsparameter dieser volkswirtschaftlichen und weltweiten Vorgänge sind die Frachtraten, die Ölpreise und die Größenordnung der möglichen Schäden.


¨ top - 31.07.2010 Artikel von Admin

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